Zurück zum Blog
Marketing13. September 20265 Min. Lesezeit

Blog Guidefür Wachstumechte Insightszum Thema

Leitfaden für den reibungslosen Wechsel Ihrer Performance Marketing Agentur. Vermeiden Sie Datenverluste, sichern Sie Kontorechte und halten Sie Ihre Kampagnen stabil.

J
JumbMedia Team
Autor:in
Performance Marketing Agentur wechseln: Checkliste und Übergabe
Kurz beantwortet

Ein geordneter Wechsel der Performance Marketing Agentur erfordert volle Kontotransparenz, gesicherte historische Daten und einen strukturierten Übergabeplan. Unternehmen sollten Zugriffsrechte vorab sichern, bestehende Kampagnenstrukturen dokumentieren und das Tracking validieren. Ein nahtloser Übergabeprozess verhindert teure Leistungsabfälle in Google Ads oder Meta Kampagnen und ermöglicht sofortige Performancegewinne bei der neuen Agentur.

01 / 09

Warnsignale erkennen: Wann der Wechsel unausweichlich wird

Viele Unternehmen zögern einen Agenturwechsel zu lange heraus, obwohl messbare KPIs längst stagnieren oder einbrechen. Ein typisches Alarmsignal im E-Commerce ist ein kontinuierlich sinkender Return on Ad Spend bei gleichzeitig steigenden Customer Acquisition Costs, ohne dass proaktive Gegenmaßnahmen vorgeschlagen werden. Reagiert Ihr Dienstleister nur noch auf Zuruf, fehlt strategische Eigeninitiative komplett. Im Bereich B2B Software zeigt sich das Problem häufig an abnehmender Leadqualität, während die Agentur lediglich Klickzahlen feiert. Wenn monatliche Reportings zu reinen Datenfriedhöfen verkommen und keine Hypothesen für A/B Tests formuliert werden, verbrennen Sie wertvolles Budget. Auch Intransparenz bezüglich der tatsächlichen Werbeausgaben oder fehlende Einblicke in Kampagnenstrukturen sind unakzeptabel. Eine professionelle Zusammenarbeit basiert auf messbarem Mehrwert, klarer Kommunikation und dem ständigen Bestreben, Werbeausgaben profitabler einzusetzen. Sobald diese Grundlagen dauerhaft fehlen, verursacht das Festhalten am Status quo höhere Kosten als ein strategischer Dienstleisterwechsel.

02 / 09

Kontorechte und Eigentum: Werbekonten rechtssicher sichern

Vor jedem offiziellen Gespräch über eine Kündigung müssen Sie die Eigentumsverhältnisse aller Werbekonten verbindlich klären. Ihre Werbekonten bei Google Ads, Meta, LinkedIn oder TikTok müssen zwingend auf den Namen Ihres Unternehmens laufen, inklusive der Abrechnungsdaten. Fordern Sie die Inhaberschaft auf Administratoren-Ebene für den Meta Business Manager sowie die primäre Verwaltungsebene in Google Ads an. Häufig verwalten Agenturen Kundenkonten fälschlicherweise über eigene Master-Accounts, wodurch bei einer Trennung der Verlust sämtlicher Datenhistorien droht. Historische Conversion-Daten, Learnings aus Smart-Bidding-Algorithmen und archivierte Kampagnen sind wertvolles geistiges Eigentum Ihres Unternehmens. Überprüfen Sie zudem den Google Tag Manager, Google Analytics 4 und das Google Merchant Center. Stellen Sie sicher, dass interne Mitarbeiter Ihres Unternehmens als Super-Admins hinterlegt sind. Erst wenn sämtliche Konten vollständig unter Ihrer Kontrolle liegen und keine einseitigen Sperrungen durch Dritte möglich sind, sollten Sie vertragliche Kündigungsschritte einleiten.

03 / 09

Tracking und Datenbasis: Historische Learnings schützen

Ein unbemerkter Fehler im Tracking kann Algorithmen von Meta und Google wochenlang blind agieren lassen. Dokumentieren Sie vor der Übergabe jede hinterlegte Conversion-Aktion im Detail. Dazu gehören primäre Kaufabschlüsse, Lead-Formulare, Telefon-Tracking sowie weiche Mikro-Conversions wie Newsletter-Anmeldungen oder Downloads. Prüfen Sie, ob serverseitiges Tracking aktiv ist und über welche Schnittstellen Server-Container gehostet werden. Im B2B Maschinenbau beispielsweise, wo Kaufentscheidungen mehrere Monate dauern, zerstören gelöschte Offline-Conversion-Imports die mühsam antrainierten Zielgruppenmodelle nachhaltig. Sichern Sie daher Custom Audiences, Lookalike-Modelle und Ausschlusslisten wie bestehende Kundenstämme und Mitarbeiter-IPs. Exportieren Sie zudem Rohdaten der letzten 24 Monate aus Google Analytics 4 und den Werbenetzwerken via BigQuery oder CSV. Diese Daten sichern den Wissensstand für die Nachfolgeagentur, die Trends bei Saisonalitäten, Klickpreisen und Conversion-Raten sofort analysieren und fehlerfrei weiterführen muss.

04 / 09

Checkliste für das Offboarding: Pflichten der scheidenden Agentur

Ein professionelles Offboarding erfordert klare schriftliche Vereinbarungen über die Restlaufzeit des bestehenden Vertrags. Legen Sie fest, dass laufende Kampagnen bis zum letzten Tag aktiv betreut und optimiert werden, um plötzliche Leistungseinbrüche zu verhindern. Verlangen Sie eine lückenlose Dokumentation sämtlicher Automatisierungen, Skripte und benutzerdefinierten Regeln, die in den Konten hinterlegt sind. Verpflichten Sie den bisherigen Dienstleister dazu, sämtliche Bild- und Videocreatives sowie Texterstellungen in bearbeitbaren Dateiformaten bereitzustellen. Prüfen Sie dabei die bestehenden Lizenzrechte für Werbemittel und verwendetes Stockmaterial. Erstellen Sie ein Übergabeprotokoll, das von beiden Parteien unterzeichnet wird. Dieses Dokument regelt den genauen Zeitpunkt des Zugriffswechsels und hält offene Punkte wie ausstehende Monatsabrechnungen verbindlich fest. Durch dieses strukturierte Vorgehen trennen Sie sich professionell, verhindern böswillige Löschungen in Konten und etablieren eine saubere Grundlage für den neuen Partner.

05 / 09

Das Onboarding der neuen Agentur: Schnelligkeit ohne Reibungsverlust

Ein nahtloser Wechsel gelingt nur, wenn die neue Agentur bereits vor Vertragsbeginn einen Tiefenaudit der Konten durchführt. Ein moderner Partner analysiert nicht nur Kampagneneinstellungen, sondern die gesamte Customer Journey inklusive Ladezeiten und Landingpage-Optimierung. Bei Dienstleistern im Bereich Medizintechnik oder bei Praxiskliniken erfordert dies oft die sofortige Anpassung von Freigabeprozessen und Heilmittelwerbegesetz-Vorgaben. Definieren Sie für die ersten dreißig Tage feste Meilensteine, statt sofort fundamentale Kontostrukturen radikal umzubauen. Radikale Änderungen bringen Algorithmen zurück in die Lernphase, was kurzfristig zu teuren Schwankungen führt. JumbMedia empfiehlt bei über 750 realisierten Digitalprojekten ein schrittweises Vorgehen: Schwachstellen eliminieren, Creatives testen und erst bei solider Datenbasis Skalierungsschritte einleiten. Verknüpfen Sie das Onboarding direkt mit einer CRM-Integration, damit Vertriebsdaten und tatsächliche Kundenabschlüsse automatisiert zurück in die Werbekonten fließen.

06 / 09

Vergütungsmodelle überdenken: Verbindlichkeit statt Pauschalen

Der Wechsel bietet die perfekte Gelegenheit, veraltete Vergütungsstrukturen zu modernisieren. Reine Fixpauschalen oder fixe Prozentsätze vom Werbebudget setzen falsche Anreize, weil die Agentur auch bei sinkender Rentabilität profitiert oder schlicht Dienst nach Vorschrift leistet. Vereinbaren Sie stattdessen Modelle, die gemeinsamen Erfolg belohnen. Transparente Agenturen arbeiten mit performancebasierten Komponenten oder sogar auf reiner Provisions- und Gewinnbeteiligungsbasis. Auf der Leistungsseite /marketing zeigt sich, dass Partnerschaften auf Augenhöhe die besten Resultate liefern, wenn beide Parteien das gleiche Ziel verfolgen. Werden Boni an messbare Kennzahlen wie qualifizierte Leads, Neukunden oder Deckungsbeiträge gekoppelt, agiert die Agentur wie eine interne Wachstumsabteilung. Klären Sie im Vertrag genau, wie Kennzahlen berechnet werden, welche Attributionsmodelle gelten und wie Stornierungen oder Retouren berücksichtigt werden, um von Beginn an absolute finanzielle Klarheit zu schaffen.

07 / 09

Besonderheiten im DACH-Raum: Datenschutz und Lokalisierung

Ein Agenturwechsel im deutschsprachigen Raum erfordert besondere Sorgfalt bezüglich Datenschutz und regionaler Nuancen. In Deutschland und Österreich gilt die DSGVO mit strengen Anforderungen an Consent Management Plattformen wie Usercentrics oder Cookiebot. Prüfen Sie bei der Kontenübernahme, ob das serverseitige Tracking datenschutzkonform implementiert ist und ob Auftragsverarbeitungsverträge mit allen Tool-Anbietern vorliegen. In der Schweiz greift das revidierte Datenschutzgesetz, das eigenständige Anforderungen an Transparenz und grenzüberschreitende Datenübermittlung stellt. Auch sprachlich und kulturell unterscheiden sich Kampagnenstrukturen in der DACH-Region spürbar. Suchbegriffe, Währungsangaben und Landingpage-Tonalitäten müssen pro Land individuell ausgesteuert werden. Eine Schweizer Kampagne erfordert Anpassungen bei Zahlungsarten wie Twint sowie eine präzise Berücksichtigung kantonaler Gegebenheiten. Eine kompetente Performance Marketing Agentur beherrscht diese regulatorischen und länderspezifischen Feinheiten im Schlaf und schützt Sie vor kostspieligen Abmahnungen.

08 / 09

Die ersten 90 Tage: Controlling und Meilensteine

Verankern Sie für die ersten drei Monate einen strikten Controlling-Rhythmus mit Ihrem neuen Partner. In Woche eins bis vier stehen die Behebung technischer Trackingfehler, der Ausschluss unrentabler Suchbegriffe und die Erstellung neuer Creative-Varianten im Fokus. Ein wöchentliches Status-Meeting hält Feedbackschleifen kurz und deckt Optimierungspotenziale sofort auf. Ab Monat zwei sollten erste A/B Tests auf Landingpages und in Anzeigentexten valide Ergebnisse liefern. Fordern Sie transparente Dashboards in Looker Studio, die Werbedaten in Echtzeit mit CRM-Abschlüssen abgleichen. Nach 90 Tagen ziehen Sie ein umfassendes Zwischenfazit: Wurden die Ziel-CPA und Ziel-ROAS Werte erreicht? Hat sich die Leadqualität messbar verbessert? Eine hervorragende Agentur, wie JumbMedia mit einer Google-Bewertung von 5,0, beweist ihre Leistungsfähigkeit innerhalb dieses Zeitfensters durch konkrete Zahlen und strategische Roadmaps für das folgende Quartal.

09 / 09

Weiterlesen

Diese Beiträge vertiefen das Thema und gehören zum selben Themencluster: Meta und Google Ads im Einzelhandel erfolgreich verknüp, Retargeting Funnel erstellen: Anleitung für messbaren Erfolg, GEO Optimierung für mehr Sichtbarkeit in KI Antworten. So finden Sie schnell die passenden Antworten für Ihren nächsten Schritt.

Teilen

Häufige Fragen.

Was passiert mit laufenden Kampagnen während des Agenturwechsels?

Laufende Kampagnen bleiben aktiv und werden ohne Unterbrechung weitergeführt. Durch die administrative Rechteübernahme wechselt lediglich die betreuende Partei im Hintergrund, während Budget, Ausspielung und Algorithmen stabil weiterlaufen.

Wem gehören die Werbekonten bei einem Agenturwechsel?

Sämtliche Werbekonten, Kampagnendaten und Tracking-Assets gehören rechtlich Ihrem Unternehmen. Verträge sollten stets festlegen, dass Werbekonten direkt auf Ihren Namen laufen und Ihnen uneingeschränkte Administratorrechte zustehen.

Wie lange dauert ein vollständiger Agenturwechsel im Marketing?

Ein professioneller Wechsel dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Dieser Zeitraum reicht aus, um Zugriffsrechte zu übertragen, ein technisches Audit durchzuführen und Kampagnen ohne Leistungseinbußen nahtlos zu übernehmen.

Sollten Kampagnen nach dem Wechsel sofort neu aufgesetzt werden?

Nein, ein sofortiger Neuaufbau setzt Lernphasen der Algorithmen zurück und führt oft zu Performanceeinbrüchen. Empfehlenswert ist eine schrittweise Optimierung bestehender Kampagnen auf Basis historischer Daten.

Welche Risiken drohen bei einem unstrukturierten Agenturwechsel?

Ohne saubere Übergabe drohen Datenverluste, fehlerhaftes Tracking, gelöschte Kampagnenhistorien und massive Budgetverschwendung durch unbemerkt weiterlaufende, fehlerhafte Anzeigenstrukturen.

TagsPerformance MarketingAgenturwechselKampagnenoptimierungDigitalmarketing
Projekt anfragen