Rechtliche Angaben

AGB klarfür Projektefaire Verträgeohne Risiko

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Die vertraglichen Grundlagen unserer Zusammenarbeit klar und verständlich, inklusive Provisionsmodell, WhatsApp-Automationen, Werbe-Einwilligung für Meta, Google, LinkedIn & TikTok Ads, Kundenportal und Referenznutzung.

Stand: Juli 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Leistungen, Angebote, Vertragsanbahnungen und Verträge der JUMBMEDIA ADS & DESIGN STUDIO FZCO, Dubai Silicon Oasis, DDP, Building A1, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (Tax Registration Number 104975678400001, VAT Registration Number 104975678400003) gegenüber ihren Kunden (nachfolgend „Kunde"). JUMBMEDIA wird im Folgenden auch als „wir", „uns" oder „Agentur" bezeichnet.

Diese AGB gelten unabhängig vom Sitz oder Wohnsitz des Kunden, sofern nicht zwingende lokale Verbraucherschutzvorschriften entgegenstehen. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

Die deutsche Kontaktadresse (JumbMedia Design Studio, Grevener Str. 57, 48149 Münster) sowie die spanische Kontaktadresse (Urb. Aloha Royal, Calle Auriga, Nueva Andalucía, 29660 Marbella) dienen ausschließlich der Korrespondenz und stellen keinen Unternehmenssitz im rechtlichen Sinne dar.

2. Leistungsumfang

Die Agentur erbringt Leistungen in den Bereichen Webdesign und Webentwicklung, Shopdesign und Shopentwicklung, Markenaufbau und Branding, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Social-Media-Marketing, Google-Marketing, Performance-Marketing auf weiteren Plattformen, Content-Produktion (Foto und Video), Marketing- und Vertriebs-Automatisierung sowie strategische Beratung.

Der konkrete Leistungsumfang, die Anzahl der Entwurfs- und Korrekturschleifen, der zeitliche Rahmen sowie die Vergütung ergeben sich aus dem individuellen Angebot. Änderungen, Erweiterungen und Reduzierungen des Leistungsumfangs bedürfen einer textförmlichen Vereinbarung. Mehraufwand außerhalb des vereinbarten Scopes wird transparent angekündigt und gesondert in Rechnung gestellt.

3. Zufriedenheitsgarantie

Die Agentur gewährt eine 100 % Zufriedenheitsgarantie ausschließlich auf Web- und Shopdesign-Leistungen. Die Garantie umfasst kostenfreie Designanpassungen während der Entwurfsphase sowie innerhalb von 14 Tagen nach Veröffentlichung der Seite. Ausgeschlossen sind Leistungen außerhalb des Web- und Shopdesigns (insbesondere SEO, Social-Media-, Performance- und Content-Leistungen), funktionale Erweiterungen wie Plugins, API-Anbindungen oder Individualprogrammierungen, Änderungswünsche nach Ablauf der 14-Tage-Frist sowie Kunden mit Sitz außerhalb der EU, Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz.

Mit Eingang der ersten Zahlung gilt der Auftrag als verbindlich bestätigt und die Bedingungen dieser Zufriedenheitsgarantie als akzeptiert. Die Garantie gilt für Auftragsvolumen bis 7.500 € netto. Übersteigt das Volumen diesen Betrag und entspricht das finale Ergebnis trotz angemessener Änderungsrunden nicht den vereinbarten Vorstellungen, kann der Kunde eine Rückerstattung von bis zu 25 % des Gesamtbetrags verlangen. Wurde lediglich eine Anzahlung in Höhe von 50 % geleistet, wird eine zusätzliche Rechnung über 25 % gestellt, um die investierte Arbeitszeit zu decken; im Gegenzug erhält der Kunde vollständigen Zugriff auf das Websystem und alle bis dahin erbrachten Leistungen.

Für Aufträge bis 5.000 € netto kann eine erweiterte 100 % Zufriedenheitsgarantie gelten, sofern diese im Angebot ausgewiesen ist. Die Abrechnung erfolgt in diesen Fällen auf Stundenbasis zu einem Stundensatz von 125 € netto; maßgeblich ist die von der Agentur dokumentierte tatsächliche Arbeitszeit. Liegt der bis zur Beendigung erbrachte Aufwand unter 50 % des kalkulierten Gesamtpreises, wird eine bereits geleistete Anzahlung vollständig zurückerstattet. Überschreitet der Aufwand 50 %, erlischt die Garantie vollständig und unwiderruflich; es wird eine Abschlussrechnung über weitere 25 % gestellt, nach deren Zahlung der Kunde vollständigen Zugriff auf alle Designs, Dateien und Zwischenergebnisse erhält.

Voraussetzung der Garantie ist eine aktive, klare und widerspruchsfreie Mitwirkung des Kunden. Anforderungen, Inhalte und Feedback sind nachvollziehbar, konkret und fristgerecht bereitzustellen. Ein Rücktritt vom Vertrag oder eine Rückforderung allein aufgrund subjektiver Geschmacksurteile, persönlicher Einschätzungen oder ästhetischer Präferenzen ist ausgeschlossen, soweit sich die Leistungen im Rahmen branchenüblicher Agenturarbeit bewegen. Ein Werk gilt insbesondere dann nicht als mangelhaft, wenn vereinbarte Inhalte umgesetzt wurden, mindestens ein Entwurf und eine Nachbesserung erfolgt oder angeboten wurden, der Kunde weitere Nachbesserung verweigert oder Änderungswünsche nachträglich erheblich erweitert. Die fehlende Übereinstimmung mit Referenz-, Wettbewerbs- oder Beispielseiten stellt keinen Sachmangel dar.

Die Zufriedenheitsgarantie ist eine kulanzbasierte Sonderregelung, kein Widerrufs- oder Rücktrittsanspruch im rechtlichen Sinne. Sie endet, sobald die 50 %-Aufwandsgrenze überschritten ist oder der Kunde Nachbesserungen oder Mitwirkung verweigert.

4. Reaktionsfristen & automatischer Projektabschluss

Der Kunde ist verpflichtet, Entwürfe, Freigaben und Änderungswünsche zeitnah zurückzumelden. Reagiert der Kunde länger als 14 Kalendertage nicht auf eine konkrete Rückfrage, einen abgelieferten Entwurf, eine Korrekturversion oder eine Meilenstein-Freigabe und ergibt sich daraus keine schriftliche Verlängerung dieser Frist, gilt der jeweilige Stand als final akzeptiert und der Auftrag insgesamt als abgeschlossen und verbindlich beendet.

In diesem Fall ist die Agentur berechtigt, die Abschlussrechnung zu stellen und das Projekt intern zu schließen. Eine Wiederaufnahme nach Ablauf der Frist erfolgt ausschließlich auf Basis eines neuen Angebots und kann zu geänderten Konditionen erfolgen. Diese Regelung schützt sowohl die Planung und Ressourcen der Agentur als auch die Qualität paralleler Kundenprojekte.

5. Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde stellt alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Materialien, Zugänge und Freigaben rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form bereit. Er steht für die Rechtmäßigkeit der überlassenen Inhalte, insbesondere für die Nutzungsrechte an Texten, Bildern, Videos, Logos und Marken, ein. Bei Verzögerungen aufgrund fehlender oder unzureichender Mitwirkung passt die Agentur Termine und Fristen entsprechend an und kann Mehraufwand gesondert in Rechnung stellen.

6. Zahlungsbedingungen

Soweit nicht anders vereinbart, sind 50 % des Auftragsvolumens bei Projektstart und 50 % nach Abnahme fällig. Zahlungen erfolgen über Stripe, Kreditkarte oder Banküberweisung. Rechnungen sind innerhalb von 7 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Alle Preise verstehen sich netto, zuzüglich gegebenenfalls anwendbarer Umsatzsteuer nach VAE-Recht oder dem im Einzelfall einschlägigen Steuerrecht. Bei Zahlungsverzug ist die Agentur berechtigt, Verzugszinsen, angemessene Mahngebühren sowie ein Zurückbehaltungsrecht an noch nicht freigegebenen Leistungen geltend zu machen.

7. Vertragsschluss & Kundenportal

Ein verbindlicher Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde ein Angebot der Agentur in schriftlicher oder elektronischer Form bestätigt. Als verbindliche Bestätigung gilt insbesondere eine Auftragsbestätigung per E-Mail, eine Unterschrift auf einem Angebot oder einem PDF, eine Zahlung der Anzahlung über Stripe, Kreditkarte oder Überweisung sowie jede ausdrückliche Bestätigung im Kundenportal unter portal-jumbmedia.com.

Mit der Bestätigung erklärt sich der Kunde mit dem im Angebot festgelegten Leistungsumfang und mit diesen AGB einverstanden. Im Kundenportal abgegebene Auftragsbestätigungen, Freigaben, Meilenstein-Abnahmen, Änderungswünsche und Kommentare sind rechtsverbindlich und werden revisionssicher protokolliert. Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und Handlungen im Portal nur durch berechtigte Personen vornehmen zu lassen.

Die AGB gelten als Vertragsbestandteil, sofern sie dem Kunden vor Vertragsschluss übermittelt oder auf der Website der Agentur öffentlich zugänglich gemacht wurden.

Rechtsverbindliche digitale Annahme im Kundenportal: Die Annahme eines Auftrags erfolgt digital im Kundenportal unter portal-jumbmedia.com durch aktive Bestätigung per Haken sowie Namenseingabe. Diese Annahme wird revisionssicher mit IP-Adresse und Zeitstempel protokolliert und gilt als rechtsverbindliche Willenserklärung im Sinne der elektronischen Vertragsannahme (§ 126b BGB, Art. 25 eIDAS). Ab diesem Zeitpunkt gilt der Auftrag als verbindlich angenommen und die Agentur beginnt unverzüglich mit internen Vorbereitungsprozessen (u. a. Projektplanung, Ressourcen- und Kapazitätsbindung, Team-Allokation, konzeptionelle Vorarbeiten sowie administrative Einrichtung im Portal).

Ausfallpauschale bei fehlender Mitwirkung: Der Kunde erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass bei unterbliebener oder verzögerter Mitwirkung nach verbindlicher Annahme – insbesondere bei Nichtbereitstellung erforderlicher Inhalte, Zugänge, Freigaben, Informationen oder sonstiger Mitwirkungshandlungen, bei Nichtreaktion auf Anfragen der Agentur über einen Zeitraum von mehr als 14 Kalendertagen, bei einseitigem Rücktritt oder faktischer Nichtabnahme der Leistung – eine pauschale Ausfallentschädigung in Höhe von 25 % des vereinbarten Gesamtbetrags fällig wird. Diese Pauschale dient der Abgeltung von bereits erbrachten Vorarbeiten, Planung, Kapazitäts- und Ressourcenbindung, entgangenen Aufträgen Dritter sowie administrativen Vorbereitungen und ist unabhängig davon geschuldet, ob und in welchem Umfang bereits sichtbare Leistungen an den Kunden übergeben wurden. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist; der Agentur bleibt der Nachweis eines höheren tatsächlichen Schadens ausdrücklich vorbehalten.

Zahlungsfrist und Verzug: Die Ausfallpauschale ist innerhalb von 7 Kalendertagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig. Erfolgt die Zahlung nicht fristgerecht, gerät der Kunde ohne weitere Mahnung in Verzug. Der Kunde erklärt sich mit der Bestätigung im Kundenportal ausdrücklich damit einverstanden, dass die Agentur in diesem Fall berechtigt ist, Mahngebühren, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe, ein außergerichtliches Inkassoverfahren sowie bei fortgesetzter Nichtzahlung ein gerichtliches Mahn- und Vollstreckungsverfahren einzuleiten. Sämtliche hierdurch entstehenden Kosten (Mahnkosten, Inkassogebühren, Anwalts- und Gerichtskosten) trägt der Kunde im gesetzlich zulässigen Umfang. Die Agentur ist zudem berechtigt, offene Forderungen an ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsdienstleister zur Einziehung abzutreten; der Kunde stimmt der Übermittlung der hierfür erforderlichen Daten zu.

8. Verbraucherinformationen, Widerrufsrecht & Streitbeilegung (DE/AT/CH)

Dieser Abschnitt gilt ausschließlich für Kunden, die den Vertrag zu Zwecken abschließen, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, § 1 KSchG, Art. 40a OR). Für Unternehmer, Kaufleute und juristische Personen des öffentlichen Rechts finden die übrigen Bestimmungen dieser AGB ohne die nachfolgenden Verbraucherregelungen Anwendung.

Widerrufsrecht (Fernabsatz): Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben das Recht, binnen 14 Tagen ab Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Kunde die Agentur mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. per E-Mail an info@jumbmedia.com) über den Entschluss informieren, diesen Vertrag zu widerrufen. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung der Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen über die Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn die Agentur die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher hierzu seine ausdrückliche Zustimmung erteilt und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch die Agentur verliert (§ 356 Abs. 4 BGB, § 18 Abs. 1 Z 1 FAGG). Diese Zustimmung und Kenntnisbestätigung erteilt der Verbraucher aktiv im Kundenportal bei der verbindlichen Auftragsannahme durch gesonderten Haken. Verlangt der Verbraucher, dass die Agentur bereits während der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, hat er im Falle eines Widerruf einen anteiligen Betrag für die bis dahin erbrachten Leistungen zu zahlen (§ 357a BGB, § 16 FAGG).

Ausfallpauschale bei Verbrauchern: Die in Ziffer 7 vereinbarte pauschale Ausfallentschädigung in Höhe von 25 % gilt gegenüber Verbrauchern als pauschalierter Schadensersatz im Sinne des § 309 Nr. 5 BGB, § 1336 ABGB bzw. Art. 160 ff. OR. Dem Verbraucher bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Agentur überhaupt kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist; in diesem Fall reduziert sich die Pauschale entsprechend. Die Klausel unterliegt zudem der richterlichen Mäßigung gemäß § 1336 Abs. 2 ABGB und Art. 163 Abs. 3 OR.

Verzug gegenüber Verbrauchern: Verbraucher geraten mit einer Zahlung erst in Verzug, wenn sie nach Fälligkeit eine gesonderte Mahnung erhalten haben oder in der Rechnung ausdrücklich auf die Folge des Verzugs bei Nichtzahlung binnen 30 Tagen hingewiesen wurde (§ 286 Abs. 3 BGB). Die Regelungen zu Mahngebühren, Inkasso- und gerichtlichen Verfahren in Ziffer 7 gelten gegenüber Verbrauchern nur nach ordnungsgemäßem Eintritt des Verzugs.

Automatischer Projektabschluss (Ziffer 4) bei Verbrauchern: Vor Eintritt der Fiktion einer Abnahme nach 14 Kalendertagen Nichtreaktion wird der Verbraucher gesondert per E-Mail auf die Bedeutung seines Verhaltens und den drohenden automatischen Projektabschluss hingewiesen und erhält eine angemessene Nachfrist von mindestens weiteren 7 Kalendertagen (§ 308 Nr. 5 BGB).

Anwendbares Verbraucherrecht: Unabhängig von der in Ziffer 15 vereinbarten Rechtswahl (VAE-Recht) bleibt Verbrauchern der Schutz derjenigen Vorschriften gewährt, von denen nach dem Recht des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht durch Vereinbarung abgewichen werden darf (Art. 6 Rom I-VO für DE/AT, Art. 120 IPRG für die Schweiz). Insbesondere gelten für deutsche Verbraucher die §§ 305 ff., 312 ff., 355 ff. BGB, für österreichische Verbraucher das KSchG und das FAGG sowie für Schweizer Verbraucher Art. 40a ff. OR und das UWG.

Online-Streitbeilegung (OS-Plattform): Die Europäische Kommission stellt unter https://ec.europa.eu/consumers/odr eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Die Agentur ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG bzw. AStG teilzunehmen.

Einbeziehung der AGB gegenüber Verbrauchern: Diese AGB werden Verbrauchern vor Abgabe ihrer Vertragserklärung im Kundenportal ausdrücklich zur Kenntnis gebracht und in zumutbarer Weise – auch unter Berücksichtigung einer erkennbaren körperlichen Behinderung – zur Verfügung gestellt (§ 305 Abs. 2 BGB). Der Verbraucher bestätigt die Kenntnisnahme und das Einverständnis aktiv durch Setzen eines Hakens im Portal.

9. Marketing auf Provisionsbasis

Für ausgewählte Performance- und Marketing-Dienstleistungen bietet die Agentur ein Modell auf reiner Provisionsbasis an („Provisionsmodell"). Grundlage der Provision ist ausschließlich der nachweislich durch die Maßnahmen der Agentur generierte Mehrumsatz bzw. ein im Angebot definierter Anteil am generierten Umsatz oder Gewinn. Der Kunde und die Agentur vereinbaren im Einzelvertrag insbesondere den Provisionssatz, den Attributionszeitraum, die berücksichtigten Kanäle, etwaige Ausschlüsse (z. B. Bestandsumsätze, Stornoquoten, Retouren) sowie das Reporting-Intervall.

Die Agentur verpflichtet sich zu ehrlicher, transparenter und überprüfbarer Offenlegung aller relevanten Kennzahlen. Hierzu zählen insbesondere Mediabudget und Mediakosten, generierter Umsatz und attribuierter Umsatz, eingenommene Provisionen, eingesetzte Tools und Tracking-Quellen sowie verwendete Attributionsmodelle. Reportings werden regelmäßig und nachvollziehbar im Kundenportal bereitgestellt; der Kunde hat das Recht, einmal pro Quartal in angemessenem Umfang Einsicht in die zugrundeliegenden Auswertungen zu verlangen.

Der Kunde stellt der Agentur sämtliche für die Messung erforderlichen Zugänge bereit (z. B. Werbekonten, Analytics, Conversion-Tracking, Bestell- und CRM-Daten in aggregierter Form). Manipulationen am Tracking, das Abschalten von Conversions-APIs, das Sperren von Pixeln oder die parallele Beauftragung weiterer Dienstleister im selben Kanal ohne Abstimmung gelten als Mitwirkungsverletzung. In diesem Fall ist die Agentur berechtigt, die Provision auf Basis der zuletzt gemessenen Performance fortzuschreiben oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

Mediabudgets (Ads-Spend auf Meta, Google, LinkedIn, TikTok usw.) sind nicht Bestandteil der Provision und werden vom Kunden direkt oder gegen Auslagenersatz getragen. Soweit der Kunde kein Provisionsmodell wünscht, gelten für Marketing-Leistungen die üblichen Pauschal- oder Retainer-Konditionen aus dem Angebot.

10. Werbe-Einwilligung: Meta, Google, LinkedIn, TikTok Ads

Mit der Beauftragung oder mit dem Eintragen in ein Formular, eine Lead-Anzeige oder eine Landingpage der Agentur erklärt der Kunde, bzw. der von ihm angesprochene Endkunde, ausdrücklich seine Einwilligung in die werbliche Kontaktaufnahme durch die Agentur und ihre Auftraggeber über die unten genannten Kanäle. Die Einwilligung erfolgt freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, z. B. per E-Mail an info@jumbmedia.com oder über den Abmeldelink in jeder Nachricht.

Die Einwilligung erstreckt sich insbesondere auf die folgenden Werbe- und Tracking-Plattformen, deren Tools im Rahmen der von der Agentur betreuten Kampagnen eingesetzt werden:

  • Meta Ads (Facebook & Instagram): Lead-Anzeigen, Conversion-Tracking über Meta Pixel und Conversions API, Custom Audiences, Lookalike Audiences, Retargeting, Click-to-WhatsApp- und Click-to-Messenger-Ads.
  • Google Ads: Search-, Display-, Performance-Max-, YouTube- und Discovery-Kampagnen, Google Tag, Enhanced Conversions, Floodlight, Customer Match, Remarketing-Listen.
  • LinkedIn Ads: Lead-Gen-Forms, Sponsored Content, Message Ads, Insight Tag, Conversions API, Matched Audiences und B2B-Retargeting.
  • TikTok Ads, Pinterest Ads, X (Twitter) Ads, Snapchat Ads sowie vergleichbare Plattformen: Pixel-, Events-API- und Audience-basiertes Tracking, Retargeting und Lead-Generierung.
  • Programmatic / Native Ads (z. B. Outbrain, Taboola, DV360) und E-Mail- und Affiliate-Werbung.

Soweit gesetzlich erforderlich, holt die Agentur die Einwilligung des Endkunden zusätzlich über ein Consent-Banner (TDDDG / ePrivacy) bzw. eine ausdrückliche Opt-in-Abfrage im Lead-Formular ein. Der Kunde verpflichtet sich, der Agentur nur Daten zu übermitteln, für deren werbliche Verarbeitung eine wirksame Einwilligung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, § 7 UWG bzw. der entsprechenden Vorschriften in AT, ES, CH, UK und VAE vorliegt. Die Agentur ist berechtigt, von ihr eingesetzte Tracking-Technologien serverseitig (Conversions API, Server-Tag) zu betreiben und gehashte Identifier (z. B. SHA-256 von E-Mail oder Telefonnummer) an die Plattformen zu übermitteln.

Der Kunde stellt die Agentur von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer fehlenden, unwirksamen oder widerrufenen Einwilligung der von ihm bereitgestellten Daten resultieren, soweit die Agentur die Daten weisungsgemäß verarbeitet hat.

11. WhatsApp-, SMS- & E-Mail-Automationen

Die Agentur setzt für Lead-Nurturing, Terminbestätigungen, Follow-ups, Reaktivierungen und After-Sales-Kommunikation automatisierte Nachrichten-Sequenzen über WhatsApp Business / WhatsApp Cloud API, SMS, E-Mail und vergleichbare Messaging-Kanäle ein. Die technische Umsetzung erfolgt insbesondere über die CRM- und Automatisierungsplattform GoHighLevel sowie über den offiziellen WhatsApp Business Solution Provider von Meta.

Einwilligung des Endkunden: Der Versand automatisierter WhatsApp-, SMS- und E-Mail-Nachrichten setzt eine vorherige, ausdrückliche Einwilligung des jeweiligen Empfängers voraus (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, § 7 Abs. 2 UWG, PECR / UK GDPR, LSSI-CE / LOPDGDD in Spanien, DSG in der Schweiz, PDPL in den VAE sowie die WhatsApp Business Messaging Policy). Diese Einwilligung wird typischerweise im Rahmen einer Lead-Anzeige, eines Formulars, eines Discovery-Calls oder eines Click-to-WhatsApp-Ads-Klicks erteilt und revisionssicher dokumentiert.

Pflichten des Kunden: Beauftragt der Kunde die Agentur mit der Einrichtung oder dem Betrieb solcher Automationen für seine Endkunden, sichert er zu, dass für jede übermittelte Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder sonstige Kontaktinformation eine wirksame Einwilligung des Empfängers im Sinne der oben genannten Vorschriften vorliegt und dass der Empfänger jederzeit über einen einfachen Widerruf (z. B. Antwort „STOP", Abmeldelink) informiert wird. Der Kunde stellt die Agentur insoweit von Ansprüchen Dritter und behördlichen Maßnahmen frei.

Inhalt & Vorlagen: WhatsApp-Vorlagen (Template Messages) müssen den jeweils gültigen Meta-Richtlinien entsprechen und werden vor Verwendung freigegeben. Die Agentur ist berechtigt, Nachrichten und Sequenzen aus Gründen der Zustellbarkeit, Compliance oder Performance anzupassen; wesentliche inhaltliche Änderungen erfolgen in Abstimmung mit dem Kunden.

Widerruf & Löschung: Empfänger können ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Eingehende Widerrufe werden unverzüglich umgesetzt; die betreffenden Kontakte werden in den automatisierten Sequenzen deaktiviert und auf Wunsch gelöscht. Detaillierte Informationen zur Datenverarbeitung enthält unsere Datenschutzerklärung.

12. Referenznutzung, Logo- und Caseright

Der Kunde räumt der Agentur das nicht-exklusive, zeitlich unbegrenzte, weltweite und unentgeltliche Recht ein, die Geschäftsbeziehung sowie die im Rahmen des Auftrags erbrachten Leistungen zu Eigenwerbungszwecken zu nutzen. Dies umfasst insbesondere die Nennung des Kundennamens, die Verwendung des Kundenlogos, das Zeigen von Screenshots, Designs, Videos, Vorher-/Nachher-Vergleichen, anonymisierten oder aggregierten Performance-Daten und die Erstellung von Case Studies auf der eigenen Website, in Präsentationen, Social-Media-Kanälen, Pitches, Awards-Einreichungen und Werbemaßnahmen.

Ausgenommen sind ausdrücklich als vertraulich gekennzeichnete Inhalte, personenbezogene Daten Dritter sowie interne Geschäftsgeheimnisse (z. B. konkrete Margen, Lieferantenkonditionen, interne Prozesse). Der Kunde kann konkrete Veröffentlichungen aus berechtigten Gründen widersprechen; ein Widerspruch wirkt für die Zukunft und lässt bereits veröffentlichte Inhalte unberührt.

13. Urheber- und Nutzungsrechte

Sämtliche kreativen Leistungen der Agentur, insbesondere Designs, Layouts, Templates, Quellcodes, Konzepte, Texte, Foto- und Videoinhalte, unterliegen dem Urheberrecht. Nutzungsrechte werden dem Kunden erst nach vollständiger Zahlung aller offenen Rechnungen in dem im Angebot vereinbarten Umfang eingeräumt. Ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Agentur ist eine Weitergabe, Bearbeitung, Lizenzierung oder kommerzielle Verwertung der Arbeitsergebnisse an Dritte unzulässig. Die Agentur bleibt berechtigt, eingesetzte Werkzeuge, Bibliotheken, Frameworks, Code-Snippets und Methoden auch für andere Projekte zu verwenden.

14. Haftung

Die Agentur haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Im Übrigen ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt. Für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverluste sowie für Schäden aus Ad-Performance-Schwankungen oder Plattform-Entscheidungen Dritter (z. B. Account-Sperrungen durch Meta, Google, LinkedIn, TikTok oder WhatsApp) wird, soweit gesetzlich zulässig, keine Haftung übernommen. Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben unberührt.

15. Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (DE), des DSG (AT), der LOPDGDD (ES), des revDSG (CH), des UK GDPR (UK) sowie der für unseren Hauptfirmensitz geltenden Datenschutzvorschriften der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE PDPL). Eine Weitergabe an Dritte erfolgt ausschließlich zur Vertragserfüllung oder mit ausdrücklicher Einwilligung des Kunden. Detaillierte Informationen enthält unsere Datenschutzerklärung.

16. Gerichtsstand & anwendbares Recht

Es gilt grundsätzlich das Recht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Kunden mit Sitz in der Europäischen Union, in Deutschland, Österreich, Spanien oder der Schweiz sowie im Vereinigten Königreich gilt ergänzend, dass der zwingende Schutz des jeweiligen nationalen Verbraucherrechts unberührt bleibt; Gerichtsstand ist insoweit das für den Sitz des Kunden zuständige Gericht. Für Kaufleute ist ausschließlicher Gerichtsstand Dubai, VAE.

17. Schlussbestimmungen & Kontakt

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Regelung am nächsten kommt. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform; dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.

JUMBMEDIA ADS & DESIGN STUDIO FZCO, Dubai Silicon Oasis, DDP Building A1, Dubai, United Arab Emirates. TRN: 104975678400001, VAT: 104975678400003. E-Mail: info@jumbmedia.com, Telefon und WhatsApp: +49 162 7817020, Website: www.jumbmedia.com, Kundenportal: portal-jumbmedia.com.

Diese AGB ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Im Einzelvertrag getroffene Regelungen gehen diesen AGB vor.